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Wenn Zuverlässigkeit zählt ...

Fair, sozial und solide für Mensch und Umwelt

16. August 2017

Viele Menschen verkaufen täglich acht und mehr Lebensstunden, inklusive des Einsatzes ihrer Fähigkeiten, an ihren Arbeitgeber. Es soll sogar Menschen geben, die Spaß daran haben...
... also an ihrer Arbeit. Aber es soll auch vegane Tierschützer geben, die im Schlachthof ihren Lebensunterhalt verdienen. Manchmal kann man es sich halt nicht aussuchen. Natürlich gibt es auch Frauen und Männer, die ihrer inneren Stimme folgend einer Tätigkeit nachgehen, die sie glücklich macht, und die für sie Bestimmung ist. Nur ist diese meist nicht lebensunterhaltsfähig. Umso schöner, wenn man hier eine Geschichte schreiben kann, wo die Menschen etwas Nachhaltiges leisten und lieben, was sie tun.

Manuel Striebel ist Geschäftsführer bei der gleichnamigen Striebel Textil GmbH. Das Unternehmen ist Textilverwerter, Spezialist bei der Unterstützung von caritativen Organisationen bei der Sammlung von gebrauchten Textilien in Altkleidercontainern. Auf der Striebel Internetseite steht: „Wir handeln sozial engagiert und wirtschaften seit 25 Jahren vertrauenswürdig aus christlicher Überzeugung, in Verantwortung vor Umwelt und Schöpfung…“ Was auf der Homepage etwas theatralisch abgehoben klingt, bringt Manuel Striebel glaubhaft zurück auf festen Boden: „Mein Vater hat das Unternehmen 1990 als reines Handelsunternehmen gegründet. Wie bei jedem  anderen Unternehmen auch, ging es damals wie heute um das Erzielen von Gewinnen. Allerdings waren Begriffe wie Ressourcenschonung, soziales Engagement und Umweltverträglichkeit von Anfang an Triebfedern unseres unternehmerischen Handelns und sie sind es auch noch heute. Deshalb sind wir ein voll zertifizierter Betrieb. Wir sind Lizenznehmer von „FairWertung“ und weltweiter Partner renommierter caritativer Organisationen.“

Zertifizierter Handel mit Second-Hand-Ware

Langenenslingen, rund 70 Kilometer südwestlich von Ulm, ist eine Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg und Sitz des Familienunternehmens. Die Firma sortiert Altkleider und gebrauchte Textilien und führt sie dann nach entsprechender Behandlung einer Wiederverwertung zu. Kurz geschildert funktioniert das so: Ein gemeinnütziger Verein will eine Altkleidersammlung durchführen oder gar dauerhaft Altkleidercontainer aufstellen, um damit Hilfsprojekte beispielsweise in Afrika zu unterstützen. Hier kommt Striebel als Partner ins Spiel, stellt die Container oder Auflieger als Sammelstelle für die Altkleidersäcke zur Verfügung und sorgt für die Logistik: Die regelmäßige Leerung der Container sowie die Abholung der Auflieger wird von Langenenslingen aus disponiert. 110 Auflieger stellt der Textilverwerter bundesweit für seine  Lieferanten auf. Den Hin- und Abtransport erledigt eine Spedition.

Bis zu 55 Tonnen Originalware werden täglich auf geschlossenen Transportfahrzeugen angeliefert. 12.000 Tonnen gebrauchte Kleidung jährlich. Die Altkleider landen nach der Entladung im hochmodernen Striebel-Sortierbetrieb. Manuel Striebel nennt die 1200 Quadratmeter große Halle stolz „die große Maschine“.  Die Textilien gelangen auf einem Förderband in die Grobsortierung. Dort endet auch der weitere Weg für Kleidung, die überhaupt nicht mehr tragfähig ist. Sie geht in die Müllverwertung.

Die wiederverwendbare Second-Hand-Ware wird grundsätzlich im Sprühverfahren vollautomatisch nach EU-Vorschrift desinfiziert. Danach folgt die Feinsortierung durch geschulte Mitarbeiter nach rund 200 Kategorien, die von topmodisch bis umweltfreundlich wiederverwendbar reichen und nach insgesamt 14 Gruppen wie beispielsweise Mäntel, Hosen, Jacken, Kleider, Röcke, Oberbekleidung, Anoraks, T-Shirts usw. getrennt werden. Nur saubere und intakte Kleidung gelangt schließlich ins Sortiment.

Die feinsortierte gebrauchte Kleidung wird im Rahmen der Nachsortierung in vier weitere Qualitätskategorien von Second-Hand-Ware bester Qualität bis zu Second-Hand-Ware in nicht einwandfreiem Zustand aufgeteilt.

Striebel Textil hält für seine Kunden – zumeist Second-Hand-Kaufhäuser – sortierte gebrauchte Kleidung, insgesamt mehr als 200 Artikel, in unterschiedlichen Gebinden und Verpackungseinheiten sauber und hygienisch verpackt auf Lager. Striebel liefert nur gebündelte Waren. So kann man als Second-Hand-Händler beispielsweise ein Gebinde Jeans, eines mit T-Shirts und einen Karton Schuhe bestellen. Die Textilien können je nach Kundenkommission  gepresst und anschließend eingeschweißt werden, wodurch das Volumen um platzsparende 40 Prozent reduziert wird. Schuhe werden dagegen für den Weitertransport in Kartons oder Big Bags verstaut.

Auf den 6000 Quadratmetern Firmensitz befinden sich 3500 Quadratmeter Halle, arbeiten 150 Menschen in zwei Schichten und fahren fünf Stapler die Waren von A nach B. Während in der Sortierung hauptsächlich Frauen arbeiten sind die 12 Lageristen männlichen Geschlechts. Diese 12 Männer bedienen fünf Gabelstapler und einen Hochhubwagen und sorgen dafür, dass der Nachschub in der Sortierhalle nicht abreißt und die fertigen Kommissionen zügig verladen werden.

„Wenn bei uns die Stapler ausfallen, kommt es schnell zu Engpässen und Verarbeitungsstaus. Dann haben wir ein echtes Problem“, so Manuel Striebel. „Aber seit neun Jahren fahren wir jetzt Mitsubishi Gabelstapler und werden von der Firma Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge aus Neu-Ulm betreut. Eine Entscheidung, die wir bis heute nicht bereut haben. Unser vorheriger Staplerlieferant brauchte bis zu zwei Tage, um sich überhaupt einmal unseres Problems anzunehmen. Bei Mayer ist der Monteur innerhalb kürzester Zeit bei uns und hilft uns sofort kompetent weiter.“

Klaus Scheiffele, Verkäufer bei Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge, hört so etwas gerne und häufig. „Auch die Firma Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge ist ein alteingesessenes Unternehmen mit einem ausgezeichneten Ruf“, weiß er zu berichten. Dass dies so bleibt, daran arbeiten er und seine Kollegen aus der W. Mayer Staplerabteilung jeden Tag mit viel Leidenschaft und großem Einsatz.

Aber auch die Gabelstapler aus dem Hause Mitsubishi Gabelstapler können es mit jedem Wettbewerber aufnehmen. Insbesondere der im März an Striebel ausgelieferte EDiA EX 80 Volt Elektro-Vierradstapler braucht keine Konkurrenten zu fürchten, weil er laut Mitsubishi Gabelstapler keine hat. Auch Manuel Striebel, zuständig für die Sortierung und den Fuhrpark, hat den EDIA EX selbst getestet und ist begeistert: „Die Maschine ist absolut bedienerfreundlich. Das Arbeiten damit macht Spaß und ist aufgrund der vielen praktischen Hilfen absolut sicher.“ Konstatin Andrjuschenko, seit zehn Jahren Lagerist und Gabelstaplerfahrer bei Striebel, attestiert dem EDiA EX ebenfalls sehr gute Fahr- und Hubeigenschaften, schwört aber auf seinen FB25K PAC, dem Vorgängermodell des EDiA EX. Kein Wunder, schließlich fährt er „seinen“ Stapler seit Jahren und kennt ihn in- und auswendig.

Neben den vier Elektro-Vierradstaplern mit 80 Volt und Tragfähigkeiten zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen gehört noch ein GRENDiA Treibgasstapler mit 3,5 Tonnen Einsatzgewicht zum Fuhrpark. Alle Stapler sind mit Ballengreifern ausgestattet.